NUANU ist ein balinesisches Wort und bedeutet im Prozess sein.
Zum ersten Mal begegnete mir NUANU während unserer Mindful Journey auf Bali.
Der Kontext, in dem ich ihm begegnet bin, hat bei mir zunächst eher Irritation als Begeisterung ausgelöst. Dennoch blieb mir der Begriff im Gedächtnis, obwohl ich damals noch nicht wusste, welche Bedeutung er einmal für mich bekommen würde. Erst gegen Ende unserer Reise, im Mai 2025 auf Fuerteventura, erinnerte ich mich wieder an die fünf Buchstaben und begann, mich näher mit dessen Bedeutung zu beschäftigen.
Als ich schließlich herausfand, dass NUANU für im Prozess sein steht, war plötzlich etwas da, was sich nur schwer erklären lässt. Es fühlte sich an, als würde ein fehlendes Puzzleteil seinen Platz finden.
Dieser Gedanke beschrieb vieles von dem, was unsere Reise geprägt hatte, und zugleich das, was mich schon lange bewegte: nicht alles wissen zu müssen, nicht bereits zu kennen, was als Nächstes kommt, und trotzdem offen für das zu bleiben, was sich entwickeln möchte.
In diesem Moment war für mich klar: Ich möchte mich mit NUANU selbstständig machen.
Heute steht NUANU für eine Begleitung, die persönliche Entwicklung und Gesundheit ebenso in den Blick nimmt wie die Gestaltung lebendiger Organisationen.
Für mich bedeutet im Prozess sein, dass wir nie ganz fertig sind. Wir entwickeln uns ständig weiter, verändern unsere Perspektiven, treffen Entscheidungen, lassen etwas los und entdecken dabei Seiten an uns, die bisher wenig Raum hatten. Entwicklung verläuft selten geradlinig und linear. Sie kann bereichern, herausfordern, verunsichern und neue Fragen entstehen lassen.
Aus dieser Haltung heraus ist NUANU entstanden.
So möchte ich Menschen und Organisationen in Zeiten tiefgreifender Veränderungen in der Arbeitswelt und Gesellschaft sowie einer zunehmenden geopolitischen Neuordnung auf respektvolle und wertschätzende Weise begleiten und dabei Raum für Entwicklung schaffen, ohne bereits festlegen zu müssen, wohin der Weg führt.
Dabei verbinde ich in meiner Arbeit fundiertes Fachwissen und systemische Perspektiven mit einem konstruktivistischen Menschenbild. Denn wir erleben die Wirklichkeit nicht einfach so, wie sie ist, sondern immer auch durch unsere eigene Wahrnehmung, unsere Erfahrungen und die Bedeutung, die wir den Dingen geben. Neue Perspektiven können deshalb neue Möglichkeiten eröffnen.
Entwicklung findet für mich dabei nicht nur im Denken statt. Ganzheitliche Präsenz bedeutet, auch das Fühlen, die Körperwahrnehmung und den Atem einzubeziehen. Denn nicht alles lässt sich sofort erklären oder in Worte fassen. Auch das, was wir körperlich wahrnehmen, fühlen oder intuitiv erfassen, kann ein relevanter Teil unseres Entwicklungsprozesses sein.
Ich bin der Ansicht, dass Veränderung keineswegs nach einem festen Muster funktioniert. Menschen und Organisationen sind individuell und bringen unterschiedliche Erfahrungen, Bedürfnisse, Möglichkeiten und Rahmenbedingungen mit. Deshalb geht es mir nicht darum, fertige Antworten zu liefern oder einen vorgezeichneten Weg vorzugeben.
Vielmehr möchte ich einen Raum schaffen für das, was gerade präsent ist, und für die Frage, was daraus entstehen kann.
So ist mein NUANU-Ansatz entstanden:
Nicht als Methode, sondern als Haltung.
Als Haltung, die Veränderung mit Neugier und Offenheit begegnet.
Und als Raum, in dem Menschen sich selbst neu begegnen und ihre persönliche wie berufliche Entwicklung bewusst gestalten können.