Die leise Erinnerung des Festivals

ÜBER AYURVEDA, GEMEINSCHAFT UND DAS, WAS UNS MENSCHEN WIRKLICH NÄHRT

 

Die Frage, die geblieben ist

Vor wenigen Tagen stand ich auf einer Wiese im hessischen Niedernberg.

Menschen unterschiedlicher Herkunft, jung wie alt, Familien mit ihren Kindern, saßen vor mir im Gras. Einige hatten die Augen geschlossen. Andere blickten in den Himmel.

Über dem Festivalgelände lag diese besondere Atmosphäre, die sich nur schwer in Worte fassen lässt und doch sofort spürbar ist, wenn sie zugegen ist.

Ich spielte die ersten Klänge meiner Handpan.

Während die Töne mit riesigen Seifenblasen untermalt und langsam über das Gelände getragen wurden, stellte sich mir eine Frage, die mich seither nicht mehr loslässt: WAS NÄHRT UNS EIGENTLICH WIRKLICH?

Nicht nur unseren Körper, sondern uns als Menschen.

Die Sehnsucht hinter der Suche

Das 5. Ayurveda Festival Deutschland brachte Menschen aus unterschiedlichsten Lebensbereichen zusammen. Menschen mit verschiedenen Geschichten, Erfahrungen und Lebenswegen.

Manche kamen, um Neues zu lernen.

Andere suchten Inspiration, Entspannung oder Gemeinschaft. Einige wussten vielleicht selbst nicht genau, wonach sie suchten. Sie spürten lediglich, dass es an der Zeit war, für einen Moment aus dem Gewohnten auszusteigen.

Je länger das Festival andauerte, desto mehr hatte ich das Gefühl, dass sich hinter all den Workshops, Vorträgen, Yogasessions und Begegnungen eine tiefere Sehnsucht verbarg.

Die Sehnsucht nach Verbindung.

Verbindung zu sich selbst.
Verbindung zu anderen Menschen.
Verbindung zur Natur.

Verbindung zu etwas, das größer ist als der eigene Alltag.

Mehr als gesunde Ernährung

Wenn wir über Gesundheit sprechen, denken viele zunächst an Ernährung, Bewegung, Schlaf oder Entspannung.

Und ja, all das sind wichtige Themen, die wir im Blick haben sollten.

Gleichzeitig kennst Du vielleicht dieses Paradox.

Du achtest auf Deine Gesundheit, ernährst Dich bewusst, bewegst Dich regelmäßig und sorgst für ausreichend Erholung. Und trotzdem gibt es diese Momente, in denen Du spürst, dass etwas fehlt.

Nicht auf körperlicher Ebene. Sondern tiefer.
Vielleicht liegt genau darin eine der wertvollsten Erkenntnisse des Ayurveda.

Gesundheit ist weit mehr als die Abwesenheit von Krankheit. Sie entsteht dort, wo Körper, Geist und Seele miteinander in Einklang kommen.

Dort, wo wir nicht nur funktionieren, sondern uns lebendig fühlen.

Die Dinge, die sich nicht messen lassen

Während des Festivals durfte ich einige Rollen einnehmen.

Ich spielte ein Handpan-Konzert mit dem Titel „Im Einklang der Elemente“, begleitete eine Kundalini-Yoga-Session mit meinen Klängen und unterstützte als Karma-Ayurvedi dort, wo Hilfe gebraucht wurde.

Rückblickend waren es jedoch nicht die Programmpunkte, die mich am meisten berührt haben. Es waren die Momente, in denen Geben und Empfangen kaum noch voneinander zu unterscheiden waren.

Es waren die Momente dazwischen.

Die Gespräche zwischen zwei Veranstaltungen, das gemeinsame Essen, das Lächeln fremder Menschen, die Begegnungen, die ohne Erwartungen entstanden und die Augenblicke, in denen niemand etwas darstellen musste.

Vielleicht sind es genau diese Dinge, die wir in unserer leistungsorientierten Welt oft unterschätzen.

Weil sie sich nicht messen lassen.
Weil sie in keiner Statistik auftauchen.
Weil sie sich nicht optimieren lassen.

Und doch nähren sie uns Menschen auf eine Weise, die häufig tiefer geht als vieles andere.

Wenn Musik Räume öffnet

Musik besitzt für mich eine außerordentliche Kraft.

Und zwar nicht, weil sie Antworten liefert, sondern vielmehr, weil sie wie ein Schlüssel Räume öffnet.

Während des Konzerts und auch während der Yoga-Session, die ich musikalisch begleitete, hatte ich immer wieder das Gefühl, dass die Handpan-Klänge etwas berührten, das jenseits von Sprache liegt.

Ich beobachtete, wie manche Menschen ihre Augen schlossen, andere hingegen lächelten. Wieder andere schienen für einen Moment ganz bei sich anzukommen. Vielleicht kennst Du derartige Augenblicke.

Momente, in denen die Gedanken leiser werden, Du nichts leisten musst, in denen Du einfach da bist, so wie du bist.

Ohne Rolle.
Ohne Maske.
Ohne Erwartung.

Vielleicht ist genau das einer der Gründe, warum Musik uns Menschen seit Jahrtausenden begleitet.

Weil sie uns an etwas erinnert, das wir längst in uns tragen.

Was wirklich zählt

Seither begleitet mich immer wieder dieselbe Frage: Was nährt mich wirklich?

Möglicherweise möchtest Du Dir diese Frage ebenfalls einmal stellen und sie für einen kurzen Moment mitnehmen.

Wenn Dein Leben eine Landschaft wäre:

  • Welche Orte darin nähren Dich wirklich?
  • Welche Menschen geben Dir Kraft?
  • Bei welchen Tätigkeiten vergisst Du die Zeit?
  • Wo fühlst Du Dich lebendig?
  • Und welche Bereiche Deines Lebens kosten Dich vielleicht mehr Energie, als Du bisher wahrhaben wolltest?

Häufig suchen wir nach Antworten im Außen, nach der nächsten Methode, dem nächsten Buch, dem nächsten Konzept. Dabei liegt die entscheidende Frage vielleicht an einer ganz anderen Stelle.

Nicht: „Was muss ich noch tun?“

Sondern: „Was brauche ich eigentlich wirklich?“

Die Essenz des Erlebten

Das Ayurveda Festival hat mich an etwas erinnert, das im Alltag leicht verloren gehen kann. Nämlich daran, dass wir Menschen für ein erfülltes Leben mehr brauchen als nur Nahrung für unseren Körper.

Wir sehnen uns nach Begegnung, Gemeinschaft, Kreativität, Zugehörigkeit, Sinn und Orte, an denen wir uns verbunden fühlen.

Mit uns selbst.
Mit anderen.
Mit dem Leben.

Und möglicherweise beginnt Gesundheit genau dort.

Nicht in der perfekten Morgenroutine.
Nicht in der nächsten Methode.
Nicht in einem weiteren Konzept.

Sondern in dem Moment, in dem wir wieder lernen, auf das zu hören, was in uns schon lange gehört werden möchte.

Vielleicht beginnt genau dort die Antwort auf eine Frage, die mich seit dem Festival begleitet:

WAS NÄHRT MICH WIRKLICH?


Wenn auch Du Dich auf diese Entdeckungsreise begeben möchtest, findest Du bei NUANU Räume für Begegnung, Austausch und persönliches Wachstum.